MARCELLO VIOTTI

Der in der französischen Schweiz geborene Italiener studierte am Konservatorium in Lausanne Klavier, Gesang und Cello und gab als Leiter eines von ihm gegründeten Bläserensembles in Genf sein Debut als Dirigent.

Der 1982 gewonnene erste Preis beim Gino-Marinuzzi-Wettbewerb in Italien wurde zum Sprungbrett für eine erfolgreiche Karriere: Marcello Viotti war vier Jahre Kapellmeister an der Turiner Oper; danach künstlerischer Direktor des Stadttheaters Luzern, Generalmusikdirektor der Stadt Bremen und Chefdirigent des Rundfunk-Symphonieorchesters Saarbrücken.

1996-1999 war er als einer der drei Hauptdirigenten des MDR Symphonieorchesters Leipzig tätig.

1998 übernahm er den Chefdirigentenposten des Münchner Rundfunkorchesters, wo er sich nicht nur durch sein temperamentvolles und detailgenaues Musizieren, sondern auch durch differenzierte Programmauswahl als eine der faszinierendsten Musikpersönlichkeiten unserer Tage profiliert hat.

Seit der Saison 1999-2000 verzeichnet er große Erfolge mit einer Konzertreihe unter dem Titel Paradisi Gloria, in der er dem Publikum geistliche Musik des 20. Jahrhundert präsentiert.

Seit nunmehr vielen Jahren gastiert der Maestro regelmäßig an den bedeutendsten europäischen Opernhäusern wie den STAATSOPERN in WIEN, MÜNCHEN und HAMBURG, an der DEUTSCHEN OPER BERLIN, am OPERNHAUS ZÜRICH, dem THÉÂTRE ROYAL DE LA MONNAIE BRUXELLES, der OPERA-BASTILLE IN PARIS und an der MAILÄNDER SCALA sowie in den USA (SAN FRANCISCO OPERA und METROPOLITAN OPERA NEW YORK), außerdem bei zahlreichen Festivals, u.a. beim SCHLESWIG-HOLSTEIN MUSIK FESTIVAL, den BREGENZER und den SALZBURGER FESTSPIELEN und in der ARENA DI VERONA.

Marcello Viotti dirigierte u.a. das ORCHESTRE DE LA SUISSE ROMANDE, TONHALLE-ORCHESTER ZÜRICH, ENGLISH CHAMBER ORCHESTRA, GÖTEBORG SYMPHONIEORCHESTER, OSLO PHILHARMONIC ORCHESTRA, NEW YORK PHILHARMONIC ORCHESTRA, die BERLINER MÜNCHNER und WIENER PHILHARMONIKER, mit denen er 1997 im Rahmen der Salzburger Mozartwoche sein Debüt gab. Außerdem arbeitete er regelmäßig mit den BAMBERGER SYMPHONIKERN, dem SYMPHONIEORCHESTER DES HESSISCHEN RUNDFUNKS FRANKFURT, den WIENER SYMPHONIKERN sowie mit den großen Orchestern AUSTRALIENS und JAPANS.

Ein weiterer Höhepunkt seiner Karriere ist die Ernennung zum "Direttore musicale" des GRAN TEATRO LA FENICE in Venedig im Januar 2002, wo er in seinem Antrittsjahr die international beachtete Neuproduktion von Massenets „Thais“ sowie Verdis „La Traviata“ leitete.

Wichtige Ereignisse der Saison 2001-2002 waren außerdem Bizets „Carmen“ in SAN FRANCISCO, eine Aufnahme von Ponchiellis „La Gioconda“ für EMI (u.a. mit Plácido Domingo) sowie die konzertante Aufführung von Rossinis „La donna del lago“ bei den Salzburger Festspielen 2002.

In der Spielzeit 2002-2003 dirigierte Marcello Viotti u.a. eine Neuproduktion von Donizettis „Maria Stuarda“ in ZÜRICH, Puccinis „La Bohème“ und Verdis „La Traviata“ an der METROPOLITAN OPERA, eine Neuproduktion von Richard Strauss` „Ariadne auf Naxos“ in Venedig sowie Konzerte in Berlin, München, bei den Bregenzer und bei den Salzburger Festspielen.

Die Saison 2003-2004 beinhaltet u.a. Neuproduktionen von Halévys „La Juive“ an der METROPOLITAN OPERA NEW YORK, Verdis „Attila“ und Bizets „Perlenfischer“ in VENEDIG, Gounods „Roméo et Juliette“ an der BAYERISCHEN STAATSOPER MÜNCHEN sowie eine Fernost-Tournee mit den WIENER PHILHARMONIKERN.

Höhepunkte der Spielzeit 2004-2005 werden die Neuproduktionen von Wagners „Parsifal“ am dann wieder eröffneten Teatro la Fenice in VENEDIG sowie Verdis „La Traviata“ bei den Salzburger Festspielen sein.

Die außergewöhnliche Karriere Marcello Viottis ist auf einer Vielzahl von CD-Aufnahmen von Opern, Konzerten und Solorecitals mit internationalen Orchestern und Gesangsstars bei ERATO und NIGHTINGALE dokumentiert. Neben den genannten Labels hat er auch für DGG, CLAVES, KOCH/SCHWANN, EMI und BMG eine Reihe von Einspielungen absolviert.

STAND: Juni 2004

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